Wir werden sein wie Gott – wenn wir Verantwortung übernehmen. Gedanken zu Dioxin- und anderen Skandalen

Ich finde es immer wieder verblüffend mit welcher Selbstverständlichkeit bei „Skandalen“ wie dem derzeitigen Fund von Dioxin in Futtermitteln nicht etwa die Verursacher sondern zuallererst das Versagen der Kontrollinstanzen für das Geschehene verantwortlich gemacht wird. So sagt z.B. der Greenpeace-Landwirtschaftsexperte Martin Hofstetter auf die Frage, warum es immer wieder zu solchen Skandalen komme: „Das hat insgesamt damit zu tun, dass Futtermittel staatlicherseits zu wenig kontrolliert werden“ und fordert „häufigere, bessere und verpflichtende staatliche Kontrollen“ und „härtere Strafen“. Und die Nachrichten melden, dass in Deutschland 1500 Lebensmittelkontrolleure fehlen. Dieser Reaktion liegt die Vorstellung zugrunde, dass Menschen automatisch Böses tun und nur durch Kontrolle und Strafe daran gehindert werden können. Egal ob es sich um Börsenbetrug, sexuellen Missbrauch, Steuerhinterziehung oder Umweltverschmutzung handelt, immer scheint das einzige Mittel dagegen eine von oben gesetzte Grenze zu sein.

In dieser Sichtweise liegt die Verantwortung dafür, dass nichts Böses geschieht, bei äußeren Mächten. Ich kann deren Begrenztheit ausnutzen und muss mich nicht schlecht fühlen, wenn ich z.B. eine Gesetzeslücke finde oder evtl. sogar wenn ich einen Gesetzesbruch begehe, der nicht entdeckt wird – es ist die Schuld der Politik, der Justiz, der „Zuständigen“, die versagt haben.Weiterlesen »

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Paar-Ikonen gestern und heute – Gedanken über die Veränderung im Verhältnis der Geschlechter


Samstag 20. März 2010

Im Musik-Blog der Süddeutschen Zeitung findet sich ein Interview mit Suze Rotolo, der ehemaligen Freundin von Bob Dylan, die mit ihm zusammen auf seinem 1963 erschienenen Album „The Freewheelin’ Bob Dylan“ (das mit „Blowin’ in the Wind“) abgebildet ist. Obwohl ich das Album seit langem kenne, habe ich erst jetzt das Foto bewusst betrachtet und es berührt mich sehr.Weiterlesen »